Tiger 900 Tiger 955i Tigerontour
Toskana 2002



Principina a Mare - Monterosso al Mare

Cinque Terre / weicher Asphalt

Datum: 08.07.2002; Strecke: 300 km

Nach nun gut zwei Wochen ist heute der erste Tag an dem wir an die Heimreise denken, denn es geht heute zum ersten mal wieder in Richtung Norden. Zunächst geht es ein Stück entlang der Küste bis Follonica. Wir nehmen dieses Jahr die direkte Strecke (SS322) und nicht die schöne kurvige Bergstraße über Tirli. Die haben wir vor einigen Jahren bereits erkundet und es ist bestimmt die interessantere Strecke. Aber wir wollen voran kommen.
Es ist heiß, und wir nehmen die Autobahn. Vorbei an Livorno, Pisa und Viareggio verlassen wir die Toskana und die Autobahn nördlich von La Spezia.
Aber nicht ohne zuvor noch mal Stop in einer der Autogrill-Stationen zu machen. Erstens um noch mal eins der guten Paninis zu essen und zweitens der Hitze zu entkommen. Der Temperaturunterschied ist mindestens 15 Grad.
Rast im Autogrill. Auch der Tiger hat sich fast auf die Seite gelegt - dank des weicher Asphalts
Hafen von La Spezia Als wir weiter wollen, hat sich der Seitenständer auf dem Parkplatz in den heißen Asphalt eingegraben. Aber noch steht die ganz Fuhre und wir kommen rechtzeitig um Schlimmeres zu verhindern...
Nach ein paar Kilometer und wir erreichen die Cinque Terre. Bei unserem letzten Aufenthalt wohnten wir in Riomaggiore. Dieses Mal wollen wir lieber einen Ort mit Strand. Deshalb fahren wir nach Monterosso al Mare. Zunächst müssen wir aber noch ein Stück durch La Spezia. Wir haben zwar versucht eine Strecke um La Spezia zu finden, haben aber die Abzweigung nicht gefunden – trotz GPS. Wenn aber die Details der Gegend mangels Speicher nicht drauf sind, muss man auch mal die Karte nehmen.
Nach La Spezia geht es den Berg hinauf der die Bucht von La Spezia vor der offenen See schützt. Man hat eine schöne Sicht über die Stadt und den Hafen. Oben durchquert man einen Tunnel und schon kann man entlang der Küste die einzelnen Orte der Cinque Terre sehen. Es geht über atemberaubend kleine Sträßchen, die sich oberhalb der steil abfallenden Küste entlang schlängeln. Vorbei an Riomaggiore, Corniglia, Manarola und Vernazza erreichen wir unser Ziel.
Blick auf Riomaggiore Rast an der Steileküste der Cinque Terre
In der Ferne ist Monterosso al Mare zu erkennen Die Zufahrt in die Orte ist für Autos gesperrt, parken muss man außerhalb auf Parkplätzen oder entlang der Straße. Der erste Versuch ende auch bei uns vor einer geschlossenen Schranke. Marina erkundet die Altstadt zu Fuß. Jetzt am Nachmittag ist es noch sehr ruhig und wir beschließen die zweite Abfahrt hinunter in den Ort zu versuchen. Dort war ein Parkplatz ausgeschildert und tatsächlich ist es hier möglich einen Teil des Ortes auch mit dem Motorrad zu erreichen.
Wir finden ein Hotel in der Nähe vom Strand. Wie alles in diesen Orten ist auch das Zimmer teuer. Dafür ist das Meer tief blau, klar und direkt am die Ecke von unserem Hotel. Es ist zwar nicht viel Platz zwischen den kleinen Booten am öffentlichen Strand, aber es reicht um sich noch mal kurz zu erfrischen.
Welch ein Strand Klares und warmes Wasser
Selbst am Bahnhof ist hier spät in der Nacht noch alles auf den Beinen In der Altstadt von Monterosso Abends schlendern wir in die Altstadt, um dort in einem der Restaurants (hier gibt es natürlich hauptsächlich Fisch) ein nicht weniger teures Essen zu bestellen. Ein Aufenthalt in den pittoresken Dörfern der Cinque Terre hat seinen Preis. Die vielen Touristen sind jedoch Zeichen, dass es ihnen die Sache wert ist.
Das Ambiente der kleinen Gassen und Lokale am Abend hat schon was. Die Straßen haben sich jetzt von Menschen gefüllt und man muss schon wieder nach einem Platz in einem der Lokale suchen. Auf der Suche nach einem Essen können wir manchen Blick in die Küchenfenster und die Kochtöpfe erhaschen. Hier liegen meist kistenweise Fisch, Muscheln und anderes Meeresgetier gegenüber einer ganzen Reihe von Töpfen mit kochendem Wasser.
Ein Teller Gnocchi für 10€ und alles zusammen mit Wein und Wasser 50€ auf kleinstem Raum, dicht gedrängt zwischen Hölländern und Engländern, ist doch etwas zu viel!
Schön aussehen tut es - aber es ist zu teuer...





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