Tiger 900 Tiger 955i Tigerontour
Toskana 2002



Radda - Siena - Radda

Siena nach dem Palio

Datum: 03.07.2002; Strecke: 75 km

Bis nach Siena sind es ca. 45 Minuten Fahrt. Wir nehmen einen Koffer mit und fahren nur mit normaler Hose, am besten eine Cargo mit abnehmbaren Hosenbeinen. Unsere Jacken und Hosenteile verstauen wir im Koffer, als wir direkt an der Stadtmauer von Siena einen Platz zum Parken gefunden haben. Mit dem Motorrad kommt man eigentlich fast überall hin, die Straßen können noch so schmal sein und die Autos bereits nicht mehr erlaubt, mit dem Bike oder Roller geht hier aber immer noch was. Nur einen freien Platz finden, wo man nicht befürchten muss, doch mal im Weg zu stehen oder mit der Polizei Ärger zu bekommen kann manchmal schon schwierig sein.
Die Siegreichen der 'Contrade des Igels' schwenken noch die Flaggen in den Straßen von Siena
Reiseführerin und Fahrer Gestern war in Siena noch Palio – das große Pferderennen mitten in der Altstadt auf dem Campo, das zweimal jährlich stattfindet. Als wir heute die erste Straße in die Stadt hinein gehen, kommt uns gleich die siegreiche Contrade des Igels entgegen. So wird nach dem Palio noch der Sieg gefeiert. Überall gibt es die Flaggen und Tücher der teilnehmenden Stadtteile zu kaufen und die Straßen sind noch mit Flaggen geschmückt. Viele ansässige Fotografen haben des Schauspiel von gestern festgehalten und stellen heute auf großen Tafeln ihre Bilder auf die Straßen zum Verkauf. Sogar Ausschnitte des Rennens kann man in einem Schaufenster auf Video ansehen.
Ansonsten ist eigentlich nicht mehr viel vom Rennen zu sehen. Auf dem Piazza del Cambo sind bereits alle Tribünen abgebaut. Nur ein Teil des Platzes ist noch mit einer ca. 10 cm dicken Lehmschicht – der Rennstrecke - bedeckt.
Aufräumarbeiten nach dem Palio Torre Mangia
Boutiquen und Schuhläden gibt es hier überall Glockengestell auf dem Turm Es ist warm, aber die schicken Boutiquen sind meist klimatisiert...
Mittags klettern wir auf den Torre Mangia. Man kauft das Ticket und findet sich zur darauf angegebenen Zeit ein, um dann die engen Treppen hinauf zu klettern. Ohne diese Maßnahme würde es sonst unweigerlich zu einem Stau kommen, da die Treppen stellenweise sehr eng sind.
Bei der Kasse riecht es heute sehr nach Pferdestall. Der Boden ist hier - ein offener Innenhof mit Säulen – mit Lehm bedeckt und war wohl am gestrigen Tag der Platz, an dem die Pferde vor und nach dem Rennen standen. Mann hat von hier drinnen einen Prima Blick hinauf zum Turm.
Die fächerförmige Piazza Torre Mangia - Schatten
Torre Mangia Am Fuß vom Torre Mangia - hier standen gestern noch die Pferde vom Palio Oben angekommen gibt es mehrere Plattformen und ganz oben einen Glockenturm – mehr ein Metallgestell - von dem man eine tolle Aussicht hat. Aber immer Vorsicht, die Mauerbrüstung ist nicht sehr hoch und immer ohne einen zusätzliche Sicherung. Bei uns hätte man mindestens einen dickes Metal-Gitter darum gezogen.
Anschließend besuchen wir noch den Dom. Leichtbekleidete Besucherinnen erhalten einen blauen Mülltüten-Umhang, bevor sie in die Kirche gehen können.
Die Kuppel im Dom von Siena Dom vom Siena
Espresso im Café Nannini Wir rüsten uns für die Rückfahrt Nach soviel Kultur gibt es beim traditionsreichen Café Nannini noch Espresso und einen kleinen Obstkuchen, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machen.





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